Nur 8 Anträge auf das Betreuungsgeld

Gruene-Wahlplakate-2013_Kita_565x800Gestern konnte mensch bei WDR2 hören (hier), dass auch im Kreis Warendorf bisher nur 8 Anträge für das Betreuungsgeld vorliegen. Auch, wenn ein Großteil der Anträge erst in den nächsten Wochen zu erwarten ist, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bundesregierung mit dem Betreuungsgeld an der Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Warendorf vorbei regiert.

Junge Familien wünschen sich heute vermehrt wohnortnahe Betreuungsmöglichkeiten, die kostengünstig und vor allem qualitativ hochwertig sind. Zum 1. August tritt auch der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige in Kraft. Doch anstatt Länder und Kommunen beim qualitativen Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten zu unterstützen, bezahlt die Bundesregierung ihre Bürgerinnen und Bürger dafür, die Betreungsmöglichkeiten nicht in Anspruch zu nehmen!  Das betrifft z.B. die Stadt Ahlen, welche mit einer Angebotsquote an Betreuungsplätzen von nur 18 % (hier nachzulesen) das Schlusslicht NRWs darstellt. So kann das Betreuungsgeld Kinder von frühkindlicher Bildung fernhalten und soziales Lernen verzögern. Überholte Rollenmuster werden unreflektiert zementiert.

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1 Kommentar

  1. Anja

    Familien brauchen einen Kindergartenplatz für ihre Kinder und nicht ein solches Betreuungsgeld, welches zudem noch nicht einmal jedem Kind zusteht. Was rechtfertigt die Erklärung, dass nur Kinder, die ab dem 01.08. geboren sind, dieses Geld zusteht? Das ist doch einfach nur unfair.

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