Wurzeln & Ursprung

Der Axtbach. Der Bach, welcher der höchsten Erhebung der Beckumer Berge entspringt: Dem Mackenberg. Und auch, wenn der rund 175 Meter hohe Hügel die Bezeichnung „Berg“ gewiss nicht verdient hat, wird er hier erwähnt. Nicht wegen seiner Höhe, sondern wegen seiner Lage. Dieser höchste Hügel der Beckumer Berge liegt ironischerweise nämlich nicht in Beckum, sondern mit seinem ganzen Stolz in Oelde, meinem Geburtsort.

Gewissermaßen haben der Axtbach und ich also den selben Ursprung: Die Stadt Oelde. Und nicht nur seine Quelle, auch seine Auen und die von ihm gespeisten Teiche waren stets in meiner Nähe. Nicht einmal 100 Meter von meinem Wohnhaus entfernt findet man beispielsweise den Mühlensee. Auch dieser hat den Namen „See“ nicht verdient. Seit der Renaturierung des Axtbachs und der Umgestaltung des Mühlenteichs zur Landesgartenschau 2001 darf er sich aber so nennen.

Doch auch, wenn die Namen seiner Quelle und Teiche reichlich euphemistisch gewählt sind, der Axtbach gehört zu Oelde – und damit zu mir. Vom Keschern in der Kinderheit bis zur Analyse im Rahmen des Bio-LKs, vom gemütlichen Abend am „See“ bis zum Nachmittag im aus ihm gespeisten Freibad. Der Axtbach hat mich begleitet. Er ist ein Symbol. Ein Symbol für meine Wurzeln.

Deswegen beginnt dieser Artikel mit einem Lobeslied auf den Axtbach. Er steht für das, was mich in Oelde hält. Für das, was ich an Oelde schätze. Aber auch für das, was geändert werden muss. Also für die Gründe, die mich 2009 dazu bewegt haben, in die Lokalpolitik einzusteigen. Und damit sind wir beim Thema.

Mit diesem Artikel möchte ich die Kategorie „Lokales“ beginnen. Hier soll es in Zukunft Berichte aus der Oelder Lokalpolitik geben. Besonderes Augenmerk werde ich dabei auf die Ausschüsse legen, in denen ich für die Oelder Grünen als sachkundiger Bürger sitze: „Schule, Kultur und Sport“, sowie „Familien und Soziales“.

Besonders im Schulausschuss ist derzeit einiges los. Die neuen Möglichkeiten in der Schullandschaft machen auch vor Oelde keinen Halt. Und die Notwendigkeit ist da! Einen Eindruck davon hat man bei der letzten Schulausschusssitzung bekommen. Das Protokoll gibt es auf den Seiten der Stadt Oelde (Sitzung vom 30.11.2011). Das Wichtigste findet ihr aber auch direkt in dieser Präsentation. Insgesamt schien diese Sitzung eine Art Durchbruch gewesen zu sein. Die meisten Beteiligten machten den Eindruck, verstanden zu haben, dass wir langsam etwas verändern müssen. Und damit rückt längeres gemeinsames Lernen in Oelde plötzlich in greifbare Nähe!

Lokalpolitik endet aber nicht in Oelde. Daher bin ich seit 2010 im Kreisvorstand der Grünen im Kreis Warendorf aktiv. Hier beschäftige ich mich besonders mit Rechtsextremismus im Kreis. Dabei ist z.B. diese Veranstaltung mit Verena Schäffer und Heiko Klare entstanden. Aber auch allem anderen, was im Kreisvorstand anfällt, verschließe ich mich nicht.

Achja: Der Kreisvorstand tagt übrigens in der Kreisstadt Warendorf. Dort, wo der Axtbach in die Ems mündet. Und das sollte als Einführung reichen.

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